ACHTUNG STUFE
A / 2005, 22min., Regie: Walter Schaidinger / Postproduktion: Patrick Spanbauer
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Die ursprüngliche Idee zu „Achtung Stufe“ hätte eigentlich einen Dokumentarfilm zur Folge haben müssen, durch die lange Zeit von der Idee bis zur Fertigstellung hat sich jedoch für uns selbst eine Kategorisierung des Films erübrigt, es ist von vielem ein bisschen dabei. Man könnte es so formulieren: Wir haben das Dokumentarische nicht ganz weggekriegt.
Stiegen, physisch, bieten einerseits die Möglichkeit, natürliche Distanzen und vertikale Hindernisse zu überwinden, andererseits zeigen sie auch klare Grenzen: Wo eine Stiege zu Ende ist, bildet sie auch ein tatsächliches Ende, was die vertikale Fortbewegung betrifft. Virtuell scheinen Stiegen mehr und mehr die Grenzen zu verlieren, was aber so nicht funktionieren kann. Virtuelle Stiegen bedeuten für uns Stufenmodelle, wie sie zum Beispiel Wirtschafts- oder Rechtshierarchien beschreiben und die Orientierung nach oben festlegen; immer weiter hinauf geht aber nicht, funktioniert nicht, wir landen bei M.C. Escher.

Welche Ängste und Gefühle Stiegen verursachen können, zeigen wir an Hand einer Situation im Schwimmbad: Die Turmstiege verkörpert wohl für die meisten Menschen, die Sommer für Sommer unter anderem im Schwimmbad groß geworden sind, einen markanten Entwicklungssprung: Wann traut man sich nicht nur hinauf, sondern benützt sie auch nicht mehr zum Abstieg? Im Gegensatz dazu spüren wir die Souveränität des Schispringers, der ohne eine Sekunde zu zögern die Sprungschanze besteigt.
Der Film ist ein erster Abriss, ein Herantasten an das Thema. Von Herrn Braunitzer und seinen Hühnern haben wir jedenfalls schon gelernt, wie
moderne Wirtschaftsbetriebe
funktionieren.